An die Töpfe, fertig, los!

Eine Reportage über einen Besuch im Wahlkurs Kochen am GSG.

Auf der Suche nach den Nachwuchsköchen des Günter-Stöhr-Gymnasiums werde ich nicht in der Teeküche im Haus D an der Villa Eggenberg in Irschenhausen fündig. Ich muss mich auf den Weg zu einer echten Profi-Küche machen. Baierbrunn ist mein Ziel. Die Schulküche des GSG ist dort. Jörg Niemanns Reich: Ein Meer aus Düften von Gewürzen, besten Lebensmitteln, Töpfen, Pfannen und Messern. Dort angekommen, werden ich und die anderen Wahlkurs-Teilnehmer von Chefkoch Niemann mit offenen Armen empfangen und in die Küche gebracht. Niemann, ein jovialer Typ, der echt was kann. Kreuzfahrschiff-Küchen- und Wiesn-Erfahrung inklusive.

 

Cooles Kochen ist seine Leidenschaft.

Die weiße Kochschürze ist ein selbsterklärendes Muss. Hygiene wird groß geschrieben. In der Küche stehen an einem großen Tisch schon Schneidebretter und hergerichtete Zutaten. Alles frisch. Jeden Tag neu – was sonst? Nach einem kleinen Snack geht es mit dem Kochen richtig los. Zuvor fällt mir noch eine kleine Tafel an der Wand ins Auge, auf der einige Rezepte stehen. Es wird mir erklärt, dass das die Gerichte sind, die sich die Wahlkursteilnehmer zubereiten wollen. Eine Wunschliste zum Abarbeiten. Und von Döner Kebab bis Spinatklößchen steht alles Mögliche darauf.

 

Döner macht schöner.

Schon werde ich eingeteilt, die Brötchen zuzubereiten, denn heute ist Döner Kebab das Gericht auf der Liste. Zuerst ist es mir ein Rätsel, wie man einen Döner ohne Gerätschaften machen soll, doch mir wird bewusst, dass das sehr wohl auch ohne geht. Jeder der Nachwuchsköche bekommt einen Teil des Döners zugeteilt: Beilagen werden zubereitet, Fleisch klein geschnitten und gewürzt, etc.

Ich bin für meinen Teil mit meinen Fladenbrötchen schon fast fertig. Während des Kochens dürfen lustige Anekdoten aus dem Schulalltag nicht fehlen. Kochen im Team ist Kultur und heißt Geselligkeit, Freude und gute Laune. Musik steigert die Stimmung. Meine Brötchen wurden nun schon in den Ofen gebracht und es ist nur noch das Fleisch übrig, mit dem man beschäftigt ist. Fertig ist das Fleisch und alle Beilagen werden an einem Buffet kredenzt. Auch wenn die Brötchen ein wenig dünn ausgefallen sind, sehen sie hervorragend aus. Draußen wird schon auf einem kleinen Tisch gedeckt und dann bereitet sich einer nach dem anderen seinen Döner mit allen Zutaten zu. Döner selbstgemacht schmeckt am besten.

 

Fachsimpeln gehört dazu.

Am Ende sitzen alle im Freien am Tisch und essen die Döner, die erstaunlicherweise genauso gut schmecken wie welche, die mit einem Spieß zubereitet wurden. Diskutiert wird, was am nächsten Dienstag wortwörtlich auf den Grill kommt und ob man denn den Schlachter vorher besuchen solle. Ich bedanke mich bei Herrn Niemann und laufe mit einer schönen Erfahrung und einem vollen Bauch nach Hause. Kochen will gelernt sein. Dem Sankt-Anna-Kochclub sei Dank!