Der Nahe Osten näher betrachtet

"Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt“ vom Mideast-Freedom-Forum Berlin war das Thema eines Oberstufen-Workshops am Günter-Stöhr-Gymnasium.

Israel ist so umstritten wie fast kein anderes Land auf dieser Welt. Viele sympathisieren mit diesem Staat und manche andere würden ihn gerne ausgelöscht sehen, doch nur wenige wissen detaillierter, worum es im sogenannten Nahostkonflikt, der bereits acht Kriege und zahlreiche Terrorakte hervorgebracht, genau geht und was seine Hintergründe sind. Zu diesen wenigen dürfen sich nun auch Oberstufenschüler des Günter-Stöhr-Gymnasiums zählen. Sie kamen in den Genuss eines achtstündigen Workshops zum Thema Israel, der Hintergründe und Entwicklung des Nahostkonflikts erarbeitete. Veranstalter war das Mideast Freedom Forum Berlin, ein „Zusammenschluss aus Wissenschaftler/innen, Publizist/innen, Mitgliedern jüdischer Organisationen und Exiliraner/innen“, der sich mit den Themen Antisemitismus, Israelfeindschaft, Islamismus und Rechtsextremismus auseinandersetzt und für eine dauerhaft Erinnerung an die Shoah in Deutschland eintritt.

Ferner setzt es sich für Recht und Frieden im Nahen Osten und Solidarität mit Israel ein. Der Workshop begann mit einer umfassenden Darstellung des israelischen Rechts- und Wertesystem, die mit

einem Rollenspiel ausgeschmückt wurde. Nach der halbstündigen Großen Pause wurden die historischen Hintergründe des Nahostkonflikts unter Einbeziehung der Schüler mittels interessanter Gruppenarbeiten von der Antike bis hin zur Staatsgründung Israels im Jahre 1948 dargestellt. Dann wurde der Nahostkonflikt analysiert, wobei der Fokus auf dem ersten israelisch-arabischen Krieg,  dann dem Sechstagekrieg und den außenpolitischen Grundsätzen Israels in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lag.  Rückblickend bleiben uns die lebendigen und umfassend kompetenten Referenten, die ausgefeilte Präsentation und der engagierte Einbezug des Auditoriums noch lange positiv im Gedächtnis.