Tesla erreichte ein wichtiges Ziel, 5000 Fahrzeuge, nur durch Produktion im Zelt

So schnell wie Elon Musk Autos bauen wollte, konnten Produktionsstätten gar nicht gebaut werden, also musste zur Einhaltung gesteckter Ziele innerhalb von zwei Wochen ein Zelt her:


Auf Twitter wurde die Zelt-Produktion verkündet. Nach ein paar Wochen meldete Musk: Produktivität höher, Kosten niedriger und die Stimmung besser als in der konventionellen Produktion.



Tesla ist eine merkwürdige Firma. Obwohl sie mit ihrem Kerngeschäft, der Herstellung von Elektroautos, seit ihrer Gründung 2003 bis zum Bau dieses Zeltes noch keinen Dollar verdient hat, war sie in dieser höchsten Not an der Börse mehr wert als die hochprofitable Traditionsmarke BMW. Würden traditionelle Autobauer wie Daimler, Ford, Peugeot oder BMW eine Produktionslinie in ein Zelt verlegen, wären sie sofort dem Vorwurf ausgesetzt, unprofessionell zu sein. Nicht so der für seinen Abenteuergeist berühmte, in mancher Hinsicht auch berüchtigte Elon Musk. Der Gründer von Tesla, bewies auf unkonventionelle Weise, dass er das neue Modell 3 nicht nur auf dem Papier verkaufen, sondern am Quartalsende auch liefern konnte.  Als im Frühjahr 2018 klar wurde, dass Tesla sein Produktionsziel auf konventionelle Weise verfehlen würde, entschied sich Musk, anstatt in einer neuen Montagehalle das Modell 3 in einem riesigen Zelt zusammenbauen zu lassen. Der Erfolg gab ihm schließlich Recht: Nicht nur wurden die versprochenen Stückzahlen erreicht, die Arbeiter wollten wegen der guten Arbeitsatmosphäre im Zelt auch gar nicht mehr zurück in die Halle. Das Improvisieren hatte sich gelohnt.